Häufige Cyberangriffe auf K-12-Bezirke und wie man sich dagegen schützt
Zu Ehren des Oktobers, dem National Cybersecurity Awareness Month, transformieren wir unser umfassendes eBook, So schützen Sie Ihren K-12-Bezirk vor Cyberangriffen, in einer dreiteiligen Blog-Miniserie. Dieser aktuelle Schwerpunkt beleuchtet die zunehmenden Risiken im Bildungswesen und stattet Bezirksleiter mit umsetzbaren Strategien aus. Die Serie gliedert den Inhalt zur leichteren Lesbarkeit:
- Teil 1 behandelt die wachsende Bedrohungslandschaft.
- Teil 2 behandelt gängige Angriffsarten und Abwehrmaßnahmen.
- Teil 3 behandelt erweiterte Prävention, Ressourcen und Lösungen wie die von Lightspeed Systems.
Die traurige Wahrheit ist: Cyberkriminelle sind immer auf der Suche nach der nächsten Schwachstelle – sei es durch menschliches Versagen oder die Ausführung ausgeklügelter Betrugsmaschen. Für Schulbezirke werden diese Bedrohungen immer häufiger, komplexer und störender. Dieser Überblick analysiert die häufigsten Arten von Cyberangriffen auf Schulen, zeigt, wie sich diese Bedrohungen oft überschneiden, und stellt praktische Strategien vor, die den Bezirken helfen, ihre Abwehrmaßnahmen zu stärken.
Der menschliche Faktor
Verstöße sind häufig auf menschliches Versagen und nicht auf böswillige Absicht zurückzuführen, da das Wissen über Cybersicherheit unzureichend ist.
Um dem entgegenzuwirken, können Bezirke:
- Integrieren Sie Schulungen zur Cybersicherheit in Ihre Fortbildungstage.
- Führen Sie obligatorische Schulungen für das Personal durch.
- Fügen Sie Ihren Newslettern Tipps zur Cybersicherheit hinzu.
- Machen Sie Passwortschutz zu einer kulturellen Norm. Sperren Sie Daten, vermeiden Sie Haftnotizen auf Monitoren, verwenden Sie lange Passphrasen und aktivieren Sie überall die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).
- Beschränken Sie den Zugriff auf wichtige Daten und setzen Sie nicht-pädagogische Websites mithilfe von Tools wie Webfiltern auf eine schwarze Liste. Software, die das Zurücksetzen von Passwörtern automatisiert oder die Privatsphäre der Schüler überwacht, kann Risiken zusätzlich reduzieren.
Phishing
Phishing-Betrug ist schwieriger zu erkennen, da er oft legitime Nachrichten mit subtilen Warnsignalen imitiert.
Um die Nase vorn zu behalten, sollten die Bezirke:
- Bringen Sie Ihrem Personal bei, Warnsignale zu erkennen, wie etwa:
- Falsche E-Mail-Domänen
- Drängende oder manipulative Sprache
- Verdächtige Anhänge oder nicht übereinstimmende URLs
- Rechtschreib- oder Grammatikfehler
- Regelmäßige Verstärkung guter Gewohnheiten durch Newsletter oder Schulungen:
- Bewegen Sie den Mauszeiger über die Links, bevor Sie darauf klicken
- Überprüfen Sie „dringende“ Anfragen über die entsprechenden Kanäle
- Vermeiden Sie es, auf etwas zu klicken, das sich komisch anfühlt
- Technische Unterstützung: Ein starker Spamfilter bietet eine wichtige Schutzebene.
Es ist wichtig, Phishing-Tests als Lernmöglichkeit zu sehen, die zu Verbesserungen führt. Nicht als Taktik, um andere zu beschämen. Ich freue mich, wenn mir jemand einen Phishing-Test schickt, der ihn in die Falle gelockt hat, und genau erklärt, wie er ihn erwischt hat. Ich weiß, dass er gelernt hat und besser darauf vorbereitet ist, den echten Phishing-Test zu erkennen.
John Genter, CISO, Lightspeed Systems
Spam-Injektionen über Kommentare
Offene Kommentarbereiche in Blogs, auf Websites und in sozialen Medien können zu einem leichten Ziel für Spammer werden, die schädliche Links einschleusen möchten. Ohne entsprechende Kontrollen können diese Links Benutzer schädlichen Inhalten oder Phishing-Versuchen aussetzen.
Um das Risiko zu verringern, sollten die Bezirke:
- Aktivieren Sie Spamfilter auf Blogs und Websites, um böswillige Kommentaraktivitäten zu blockieren
- Überwachen und moderieren Sie öffentlich zugängliche Seiten regelmäßig
- Verwenden Sie Webfilter-Tools, um den Zugriff auf soziale Medien zu verwalten und Richtlinien nach Benutzer, Alter oder Gruppe anzuwenden
- Durch eine gezielte Überwachung von Online-Plattformen wird sichergestellt, dass das öffentliche Engagement nicht zu einer Belastung für die Cybersicherheit wird.
Malware
Malware bleibt eine der gefährlichsten Cyberbedrohungen für Schulen – sie dringt häufig über persönliche Geräte, bösartige Links oder veraltete Software ein.
Zur Verteidigung sollten die Bezirke:
- Implementieren Sie starke Abwehrmaßnahmen, wie zum Beispiel:
- Starke Firewalls auf Netzwerk- und Anwendungsebene
- Webfilter, die Malware-Hosting-Sites erkennen und blockieren
- Regelmäßige Software-Updates auf allen Geräten
- Entwickeln Sie ein Handbuch zur Reaktion auf Malware, das Folgendes beschreibt:
- Sofortmaßnahmen zur Eindämmung und Bewertung der Bedrohung
- Wichtige Ansprechpartner, darunter Versicherungsanbieter und örtliche Strafverfolgungsbehörden
- Ein klarer Kommunikationsplan zur Benachrichtigung der Stakeholder
Führen Sie regelmäßig Planspiele durch, um Ihren Reaktionsplan zu testen. Und wenn ein Angriff erfolgreich ist, gehen Sie nicht allein vor – ziehen Sie sofort Cybersicherheitsexperten hinzu.
Formjacking
Formjacking ist ein heimlicher Angriff, bei dem Schadcode in Online-Formulare eingeschleust wird, um Finanzdaten – insbesondere Kreditkarteninformationen – zu stehlen. Besonders gefährdet sind private und konfessionelle Schulen, die Zahlungen online abwickeln.
Um die Belastung zu verringern, sollten die Bezirke:
- Testen Sie Updates und führen Sie regelmäßige Schwachstellenscans durch, insbesondere bei Software von Drittanbietern
- Verwenden Sie sichere Zahlungsplattformen, die Tokenisierung unterstützen, wie Apple Pay, Google Pay oder maskierte Kreditkarten
- Überwachen Sie Zahlungsseiten auf nicht autorisierte Codeänderungen oder verdächtige Aktivitäten
- Proaktive Tests und sichere Zahlungsoptionen helfen, Familien und Mitarbeiter vor unsichtbaren Bedrohungen zu schützen, die sich direkt vor ihren Augen verbergen.
Datenleck
Schulen verwalten eine große Menge sensibler Daten – von Schülerakten bis hin zu Mitarbeiterinformationen – und sind daher ein bevorzugtes Ziel für Datenschutzverletzungen.
Das größte Risiko? Drittanbieter. Laut K12 SIX sind die meisten Datenschutzverletzungen an Schulen auf externe Verwaltungsdienste und laxe Lieferantenvereinbarungen zurückzuführen. Schwache Sicherheitspraktiken können vertrauliche Daten unbefugtem Zugriff oder Missbrauch aussetzen.
Um das Risiko zu verringern, sollten die Bezirke:
- Prüfen Sie die Anbieter sorgfältig und verlangen Sie aktuelle, umfassende Sicherheitsprotokolle
- Überprüfen Sie Verträge auf klare Datenschutzstandards
- Beschränken Sie den Zugriff auf vertrauliche Informationen je nach Rolle und Notwendigkeit
- Starke Partnerschaften und strenge Aufsicht sind der Schlüssel zur Sicherheit der Schuldaten.
Denial-of-Service-Angriffe (DDoS)
Bei einem Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriff wird eine Website oder ein System mit Datenverkehr aus mehreren Quellen überflutet, sodass es für legitime Benutzer unzugänglich wird. Obwohl diese Angriffe zu Beginn des Schuljahres in der Regel einen Höhepunkt erreichen, sind sie nur für etwa 11 Prozent der Cybervorfälle in den Schulbezirken verantwortlich.
Um Störungen zu minimieren, sollten die Bezirke:
- Verwenden Sie robuste Firewalls, um bösartigen Datenverkehr zu erkennen und zu blockieren
- Richten Sie Backup-Systeme und -Sites ein, um den Datenverkehr umzuleiten, wenn das primäre Netzwerk ausfällt (Netzwerkredundanz).
- Erwägen Sie Dienste wie Cloudflare für zusätzlichen Schutz, insbesondere wenn die Website des Bezirks von einem Cloud-Anbieter gehostet wird
- Auch wenn DDoS-Angriffe selten vorkommen, können sie äußerst störend sein. Daher ist es wichtig, einen Reaktionsplan zu haben.